Schreibnatur

Schreibend in der Natur Selbstheilung erfahren

  • Gesunder Giersch

    Lange als Unkraut verschrien, jedoch wunderschön blühend und unglaublich gesund: der Gemeine Giersch. Als Zipperleinskraut wurde er bereits im Mittelalter gegen Gicht und Rheuma eingesetzt. Seine entzündungshemmenden Stoffe wirken auch äußerlich bei Wunden und Mückenstichen. Als Salat oder Gemüse in Eintöpfen und Überbackenem schmeckt er vortrefflich und erinnert an eine Mischung aus Petersilie und Karotte.

  • Funkelnder Farn

    Baumhoch ragte er vor etwa 300 Millionen Jahren während des Zeitalters des Karbon in den Himmel. Gemeinsam mit meterlangen Schachtelhalmen und Bärlapppflanzen bildeten Farne ausgedehnte Wälder. Sie schufen damit die Grundlage für die heutigen Steinkohle-Vorkommen. Heute sind die Farne geschrumpft – nur noch wenige Exemplare des Baumfarns sind in den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas vorzufinden. In Europa wachsen von weltweit etwa 12.000 Arten lediglich 171 an meist feuchten, schattigen Plätzen. Im Gegensatz zu Blütenpflanzen bildet der Farn Sporen, um sich zu verbreiten. Er mutet archaisch an und wirkt dennoch fortschrittlich, da er große Mengen an Kohlenstoffdioxid speichern kann.

  • Back to the roots

    Tief im Wald fühlt man sich manchmal in die Steinzeit zurückversetzt. Wie muss es vor hunderttausenden Jahren gewesen sein, den Wald sein Zuhause zu nennen? Beeren zu sammeln, Feuer mit einem Feuerstein zu entzünden, Hütten als Schutz vor wilden Tieren tief im Blätterwerk des Waldes zu errichten? Wir werden es nie ganz erfahren. Wir können es nur nachfühlen, wenn wir uns erneut in die Wildnis begeben. Und die ist oft gar nicht so fern.

  • Ein Teil des Ganzen

    Viele Menschen fühlen sich heutzutage einsam. Freundschaften verändern sich. Viele Menschen sind mit sich selbst beschäftigt. Da stellt sich manchmal ein Gefühl der Isolation ein, das vielleicht auch von Enttäuschung begleitet wird. Inmitten der Natur gelingt es uns oft besser, mit diesen Gefühlen umzugehen. Man fühlt sich eingebettet und getragen.

  • Frischekick

    Gerade wenn wir uns schwach und lustlos fühlen, antriebsarm und niedergeschlagen, täte uns ein Energiekick sehr gut. Yoga, Meditation, ein kurzer Spaziergang, gutes Essen oder Musizieren sind eine gute Idee. Oder auch Salbei. Sein frischer, würziger Duft unterstützt uns dabei, wieder klare Gedanken zu fassen inmitten des Trubels. Er hilft, neue Energie und Frische zu bekommen, wenn man gerade einmal strauchelt.

  • Muntermacher Mohn

    Seine reifen Kerne sind eine tolle Proteinquelle. Sie fördern die Verdauung und unterstützen dank ihres hohen Calcium-, Kalium- und Eisengehalts Zähne, Knochen und das Herz. Der Blau- und Graumohn punktet nicht nur als aromatische Zutat beim Backen; er mundet auch in Gemüsegerichten und Salaten.

  • Beinharter Beinwell

    Manche Menschen scheinen unverwüstlich zu sein. Sie lassen Irritationen von Außen wie Regentropfen an sich abperlen. Sie zeigen sich „beinhart“ – ähnlich wie der Raue Beinwell, der sich mit stachelig und borstig behaarrten Blättern gegenüber seinen Fressfeinden zur Wehr setzt. Die krautige, ausdauernde Pflanze zählt zur Familie der Raublattgewächse. Als Heilpflanze unterstützt er – nomen est omen – in besonderem Maße die Wundheilung bei Knochenbrüchen und Beinverletzungen.

  • Star of Bethlehem

    Er ist der Star unter den Bachblüten: der Doldige Milchstern bzw. „Star of Bethlehem“. Als Seelentröster versteht er es, Schreckerlebnisse und Traumata auf sanfte Weise aufzulösen. Nach Dr. Edward Bach ist das Liliengewächs, das in unseren Breitengraden am Wegesrand blüht, auch dafür geeignet, Kummer, Gram und Mutlosigkeit zu überwinden.

  • „Perle“

    Wie eine kleine Sonne lacht sie zu uns hinauf. Und zeigt dabei ihre zahnförmigen weißen Blüten. Grazil reckt sie ihr hübsches Köpflein in die Höhe (ca. 50 bis 100 Zentimeter). Die Korbblütlerin wächst auf Feldern und Wiesen und zählt etwa 42 Arten. Ihrem griechischen Namen „Perle“ wird sie durchaus gerecht. Als Wild- und Zierpflanze besitzt die Margerite zudem Heilwirkung gegen Husten und Krämpfe.

  • Geborgenheit

    In der Natur fühlen wir uns meist geborgen. Ein Blätterdach umgibt uns. Wurzeln erden uns. Das Vogelgezwitscher lässt uns träumen. Wir fühlen uns als Teil des Ganzen. Wir müssen niemandem etwas beweisen. Wir sind einfach da. Und fühlen.