Schreibnatur

Schreibend in der Natur Selbstheilung erfahren

  • Beruhigender Lavendel

    Er erinnert an die Provence und betört uns mit seinem beruhigenden Duft – der Lavendel. Erste Felder werden auch auf der Schwäbischen Alb gezüchtet. Dies ist den wärmeren, trockeneren klimatischen Bedingungen aufgrund des Klimawandels zu „verdanken“. Als Aromaöl entspannt er Muskeln und Geist. Zudem ist er ein Labsal für Hummeln und Bienen.

  • Lila Sonnenhut

    Der in unseren heimischen Gefilden vorkommende Purpursonnenhut („Echinacea“) wurde bereits von den Ureinwohnern Nordamerikas als Heilpflanze zur Linderung von Schmerzen eingesetzt. Noch heute dient der Korbblütler der Stärkung des Immunsystems, der Besserung von Atemwegserkrankungen sowie als Brei zerrieben der Heilung äußerlicher Wunden. Der Scheinsonnenhut wird auch als „Igelkopf“ bezeichnet, da sein Blütenkopf an einen Igel erinnert („echinos“ heißt auf Griechisch „Igel“).

  • Kneippkur

    Ein kühlendes Fußbad verschafft Linderung bei hitzebedingten Beschwerden in der Sommerzeit. Barfuß wie ein Wasservogel durch das eiskalte Nass zu stapfen, sorgt oftmals für heiteres Schmunzeln und regt Kreislauf und Durchblutung an. Bereits Pfarrer Sebastian Kneipp wusste, dass Wasser heilende Qualitäten hat. Besonders der Wechsel von heißen und (eis-)kalten Temperaturen bringt den Körper auf Trab und beugt auf diese Weise Krankheiten vor.

  • Seelenruhe

    Gerade neurodivergente Menschen, die sich nach Ruhe abseits des Trubels einer (Groß-)Stadt oder anderer Menschen sehnen, ist die weite Landschaft eine Oase der Ruhe, die sie erdet und die überreizten Nerven entspannt. Auf diese Weise wirken Wald und Wiesen wie ein natürlicher Tranquilizer. Ganz ohne nachteilige Nebenwirkungen.

  • Kühlendes Nass

    Sanftes Rauschen, belebendes Tosen. Die Kühle des Flusses schenkt uns Erfrischung für Körper und Geist. Den sengenden Strahlen der Sonne zum Trotz lässt er uns im Kneipp’schen Sinne sowohl lebendig werden, als auch zur Ruhe kommen. So wie die Wellen des Flusses niemals identisch sind und allesamt verebben, so ist auch jeder einzelne Tag unseres Lebens: niemals gleich und doch vergänglich.

  • Stille zulassen

    Wenn man längere Zeit nicht mehr in der Stille der Natur war, muss man erst einmal wieder lernen, genauer hinzuhören. Im ersten Moment verspürt man häufig eine innere Unruhe oder gar ein Gefühl der Langeweile. Doch sobald das erste Vogelzwitschern ins Bewusstsein rückt und sich einem die Schönheit der Umgebung offenbart, hört man das nahe Bächlein rauschen, den Specht picken und das Eichhörnchen um die Ecke huschen.

  • Gesunder Giersch

    Lange als Unkraut verschrien, jedoch wunderschön blühend und unglaublich gesund: der Gemeine Giersch. Als Zipperleinskraut wurde er bereits im Mittelalter gegen Gicht und Rheuma eingesetzt. Seine entzündungshemmenden Stoffe wirken auch äußerlich bei Wunden und Mückenstichen. Als Salat oder Gemüse in Eintöpfen und Überbackenem schmeckt er vortrefflich und erinnert an eine Mischung aus Petersilie und Karotte.

  • Funkelnder Farn

    Baumhoch ragte er vor etwa 300 Millionen Jahren während des Zeitalters des Karbon in den Himmel. Gemeinsam mit meterlangen Schachtelhalmen und Bärlapppflanzen bildeten Farne ausgedehnte Wälder. Sie schufen damit die Grundlage für die heutigen Steinkohle-Vorkommen. Heute sind die Farne geschrumpft – nur noch wenige Exemplare des Baumfarns sind in den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas vorzufinden. In Europa wachsen von weltweit etwa 12.000 Arten lediglich 171 an meist feuchten, schattigen Plätzen. Im Gegensatz zu Blütenpflanzen bildet der Farn Sporen, um sich zu verbreiten. Er mutet archaisch an und wirkt dennoch fortschrittlich, da er große Mengen an Kohlenstoffdioxid speichern kann.

  • Back to the roots

    Tief im Wald fühlt man sich manchmal in die Steinzeit zurückversetzt. Wie muss es vor hunderttausenden Jahren gewesen sein, den Wald sein Zuhause zu nennen? Beeren zu sammeln, Feuer mit einem Feuerstein zu entzünden, Hütten als Schutz vor wilden Tieren tief im Blätterwerk des Waldes zu errichten? Wir werden es nie ganz erfahren. Wir können es nur nachfühlen, wenn wir uns erneut in die Wildnis begeben. Und die ist oft gar nicht so fern.

  • Ein Teil des Ganzen

    Viele Menschen fühlen sich heutzutage einsam. Freundschaften verändern sich. Viele Menschen sind mit sich selbst beschäftigt. Da stellt sich manchmal ein Gefühl der Isolation ein, das vielleicht auch von Enttäuschung begleitet wird. Inmitten der Natur gelingt es uns oft besser, mit diesen Gefühlen umzugehen. Man fühlt sich eingebettet und getragen.