Schreibnatur

Schreibend in der Natur Selbstheilung erfahren

  • Freiflug

    Sie zirpen und trällern.

    Sie pfeifen und gurren

    leicht und frei.

    Einer von ihnen zu sein –

    der Himmel wäre mein.

  • Schweigendes Wasser

    Schweigendes Wasser,

    spricht eine Sprache,

    die niemand versteht.

    Schweigendes Flussbett,

    atmet die Stille,

    die niemals vergeht.

  • Wort im Wind

    Es fliegt wie ein Vogel empor

    verdichtet sich

    nimmt Gestalt an

    und schwebt davon.

    Es ruft in uns Erinnerungen hervor,

    schwelgt und träumt,

    wächst und gedeiht,

    bevor es sich verabschiedet

    und mit dem Winde vergeht

    und dort für immer besteht.

  • Sonnenstrahl

    Funkeln im Sonnenschein erfüllt mein Herz.

    Wasserrauschen dringt zu mir empor.

    Sehnsucht trägt mich fort von Kummer und Schmerz.

    Hoffnung tritt aus grünen Trieben hervor.

  • Wildwuchs

    Wild wachsend säumen sie das Ufer.

    Saftig glänzend schimmern sie im Grün.

    Zirpend die Amsel ihr Lied erklingen lässt in den rauschenden Weiten der Flussauen.

  • Nachtstille

    Düsternis breitet sich aus wie ein Tintenfleck. Nachtschwarz erstarrt sie im Glanze der Wolken. Ein stummer Schrei durchbricht die Stille.

  • Zuversicht

    Blüte des Frühlings,

    Kraft der Hoffnung,

    Glauben an Gemeinschaft.

    Zuversicht sät keine blinde Naivität,

    sondern Stärke inmitten der Stürme.

  • Neubeginn

    Pulsiert hektisch.

    Berstend.

    Rot.

    Zerspringt in tausend Teile.

    Stillstand.

    Tod.

    Doch die Natur lebt weiter,

    Frühling kehrt zurück.

    Mitsamt seinem Glück.

  • Frühlingsgefühle

    Es schießt heraus.

    Grün.

    Saftig.

    Schön.

    Es giert nach Sonne.

    Strahlkraft.

    Wärme.

    Leben.

    Es drängt empor.

    Schwankend.

    Fest.

    Stark.

    Erst fragil,

    doch dann autark.

  • Schmelzwasser

    Adrenalin

    schießt

    hoch.

    Blicke auf mir.

    Stechen wie Dolche.

    Warmherzig,

    doch gefühlt wie eisige Blitze.

    Mir wird kalt und heiß zugleich.

    Wie soll ich mich entscheiden?

    Doch der Nebel löst sich auf.

    Fühle den Schmerz von mir gleiten.

    Eis schmilzt, rinnt in Bächen

    an mir herab.

    Ich blicke in Lächeln.

    Applaus.

    Will ich nicht.

    Doch ich verliere nicht

    mein Gesicht.