Schreibnatur
Schreibend in der Natur Selbstheilung erfahren
recent posts
Kategorie: Allgemein
-

Lieblich liegt die Landschaft da. Ist’s ein Traum oder ist es wahr? Durchzuckt es mich, frag ich mich. Ist die Welt so wie sie mir gefällt? Täuschend echt kann sie verzücken. Doch auch unseren Kopf verrücken. Idylle trifft auf Blitzkrieg. Die Natur kann grausam sein, die der Menschen obendrein. Die Welt kann leuchtend, lustig sein.…
-

Des Winters weißes Kleid erhellt die Dunkelheit der Nacht. Wie Zuckerguss ganz weit bedeckt es Hügel sacht. Es strahlt so hell, es glänzt ganz zart. Doch schmilzt es leider schnell und wird auch manchmal hart. Es tanzen Flocken rundherum, wie Puderzucker staubt es nun. Die Nacht, sie steht ganz stumm. Der Mond, er schweiget krumm.
-

Kleckse in Grün und Blau, gepinselt vom Maler der Freude. Leichtendes Gelb statt Grau lässt strahlen alte Gebäude. Es tönt ein leises Summen, im Totholz gar lautes Brummen. Amseln seh ich nicht ruh’n, ständig gibt’s was zu tun. Zum Frühling ist’s nicht weit. Die Natur ist schon bereit.
-

Ruhelos. Gefangen. Stolpernd über die Steine des Lebens. Ein Ast zerbricht. Ein Vogel schreit. Wohin mit mir? Und meiner Zeit? Füge die Fragmente deines Selbst zusammen wie ein Puzzle. Finde dich in der Kraft deiner Wurzeln. Füge dein Bild im Geiste der Natur. Zusammen.
-

Wolken wallend wandern an des Himmels blauer Spur. Suchen sich Lücken, liegen Rücken an Rücken, zeichnen grässliche Gesichter. Fratzen speien Zornesglut. Doch da reißt die Sonne auf, startet ihren frohen Lauf. Grelle Blitze tanzen, bilden tausend Lichter. Gibt mir Kraft und Mut, und die Wärme tut gut.
-

Das Wasser wirbelt Staub und Sterne, zieht Schmutz und Diamanten. Trägt Weisheit, Einfalt, Alltagssorgen Sprudelnd, gurgelnd, fließend. Von gestern, über heut nach morgen, lasse meine Sehnsucht walten. Fließend überwindet es Grenzen und mündet in die Mitte allen Seins.
-

Ich spüre den Stich auf meiner Haut. Vereine alle Kraft im Schwerpunkt klirrender Kälte. Frost zieht Furchen durch mein Haupt. Strömend pulsiert das perlende Nass durch meine Adern. Ich erstarre. Und erstrahle zu einer wunderschönen Blume aus Eis.
-

Schmeckt nach Weite schmeckt nach Luft. Zirkuliert und vibriert. Öffnet eine Seite, die uns ruft. Drängt uns säuselnd, wispernd laut aus des Tages Allgetöse. Steigt nach oben, drehend, flehend, sieht uns fordernd, manchmal böse ins Gesicht. Zieht uns fort ins Reich der Fantasie Und ins gleißend grüne Licht.
-

Wenn sich der Winter in die Länge zieht, Frost und Kälte kein Ende nehmen wollen, die Lippen spröde, die Hände rissig sind, träumt man sich den Frühling herbei. Malt ihn aus in seinen bunten, wärmenden Farben. Schon scheint der Winter weniger kalt und grau zu sein und der Raureif zu leuchten.
-

Die Tage werden länger nun die Zwiebeln in der Erde ruhn. Schon bald sie keimen leise auf ihre eigne Weise. Noch ist es grau und oft auch kalt, doch wird es wärmer auch schon bald. Dann kündigt Vogelzwitschern an, wovon man jetzt nur träumen kann.